Weihnachtsfeiertage in Montenegro
Die Hauptfeiertage in Montenegro sind kurz nach Neujahr, also Weihnachten (Božić) und der vorangehende Heiligabend – Badni Dan. Das orthodoxe Weihnachtsfest wird traditionell am 7. Januar gefeiert und wird von 3 freien Tagen (6., 7. und 8. Januar) begleitet.
Die Eichentradition
Dem Weihnachtsfest geht Badni Dan – Heiligabend voraus, der am 6. Januar gefeiert wird. Nach einem alten Brauch ging das Familienoberhaupt an diesem Tag bei Sonnenaufgang in Begleitung seines ältesten Sohnes in den Wald, um einen „Badnyak“ – einen Baumstamm einer jungen Eiche – zu fällen. Vater und Sohn mussten es auf ihren Schultern nach Hause tragen und einen festlichen Herd anzünden – damit es 3 Tage lang brannte.
Heutzutage wird der traditionelle Baumstamm oft durch Eichenzweige ersetzt, die dann in einem gemeinsamen Feuer vor der Kirche verbrannt oder als Symbol des Wohlbefindens auf Türen, Zäunen und Autos geschmückt werden. Es wird angenommen, dass das kommende Jahr für seinen Besitzer umso erfolgreicher sein wird, je mehr Funken ein im Feuer brennender Ast abgibt. Dieses Ritual verweist uns auf die eigentliche Geschichte des Ursprungs von Weihnachten, mit dem Glauben, dass es Josef war, der das Feuer in der Höhle mit Eiche entzündete, als Jesus geboren wurde.
Weihnachtstisch
Die Hauptattribute des Weihnachtstisches sind Fleischgerichte, darunter Prosciutto und ein am Spieß gebratenes Schwein. Alle Familienmitglieder werden in Erwartung des Weihnachtsessens mit duftendem Brandy und getrockneten Früchten verwöhnt.
Sauerkraut, gedünstet mit geräuchertem Schweinefleisch, Kaimak-Kuchen sowie Bohnen werden auf dem Tisch serviert.
Besonders beliebt ist die Tradition, Pogacha zu backen – einen Weihnachtskuchen, in den eine Münze gelegt wird. Nach dem Aufschneiden erhält jeder ein Stück vom Kuchen. Es wird angenommen, dass derjenige, in dessen Stück die Münze gefunden wird, ein ganzes Jahr lang glücklich sein wird.